Mittwoch, 18. April 2018

Ein Shirt voller Geigen und die Knopf-Investition - Vogue V9227

Nria trägt viel häufiger Röcke als ich. Zu Kleidern greife ich regelmäßig, aber zu Röcken fehlen mir aus irgendeinem Grund die passenden Oberteile ... nach dem "hüftige Jeans mit kurzem Shirt"-Trend in unserer so mittelwilden Jugend in den 90ern trage ich meine Pullis und Shirts doch lieber etwas länger, aber zu Röcken mag ich das nicht. In den Rock gesteckte Shirtsäume tragen mir zu sehr auf, das mach ich nie! Daher stehen "kurze Rock-Kombi-Oberteile" ganz oben auf meiner "Zu Nähen"-Liste.
Bei meinem etwas ausgearteten Stoff-Einkauf im März letzten Jahres war ein Jersey mit Geigenmotiv dabei, in den ich mich auf den ersten Blick verliebt habe. Und für mich war ganz klar: Das muss ein kurzes Shirt werden!

Die perfekte Oberteil-Länge zu Röcken!

Bevor jemand sich jetzt denkt "Wie sag ich's ihr ...?" - ja, das Shirt ist etwas zu eng und spannt. Meine Abnehmpläne sind noch nicht beendet (Nria ist mein großes Vorbild!), und daher nähe ich aktuell lieber etwas zu eng als etwas zu locker, damit ich nachher nicht alles wieder ändern muss. Der Rock schlägt übrigens so viele Falten, weil ich ihn so hoch gezogen habe, damit der Kontrastbund nicht rausblitzt!

Zurück zum Thema:
Ich wollte keinen zu sehr unterteilten oder gerafften Schnitt, damit das Motiv gut zur Geltung kommt. Weil ich aber mal unsere Schnittsammlung durchnähen möchte, habe ich zu einem (zu Beginn des Projektes neuen) Schnitt gegriffen, den im letzten Jahr gekauften Vogue V9227.


Auch hier war ich (wie so oft, wenn ich Stoff kaufe, ohne vorher einen Schnitt ausgesucht zu haben) wieder mal knapp mit dem Stoff. Ich hatte einen Meter, was für ein Longsleeve in meiner Größe eigentlich echt okay ist, aber der asymmetrische Schnitt hat eigentlich 1,5 m verlangt. Ich habe das Rückenteil geteilt (was zur Hohlkreuzanpassung generell eine gute Idee ist), einmal quer und den unteren Teil noch einmal längs.

Mehrfach geteilter Rücken - fällt beim schwarzen Stoff aber wenig auf

Ich habe noch die Ärmel angesetzt und dann lag das Shirt ein paar Monate auf dem UfO-Stapel ... weil ich zu geizig für Knöpfe war. Ja, für Knöpfe - ich hatte mir Geigen-Knöpfe in den Kopf gesetzt und ein wunderschönes Modell (auch mit Klavier- und Notenmotiv erhältlich) in einem russischen Etsy-Shop gefunden, bei dem ich inkl. Versand dann für vier Knöpfe bei etwa 16 € lag.

Große Knopfliebe!

Bis Dezember habe ich mich gebraucht, mich zu überwinden, jetzt sind sie da und ich glücklich!

Die oberste Geige hab ich geköpft, aber ...

Der Schnitt sieht einen Kragen vor; da ich aber keine hochgeschlossenen Krägen mag, habe ich einfach ein Bündchen angesetzt und die Knopfleiste zur funktionslosen Zierleiste degradiert. Ansonsten war das Teil nach der langen Wartezeit flott fertig gestellt - nur der Handsaum mit Hexenstich hat noch etwas gedauert.

... dafür sitzt die große weiße Geigen-Kontur schön mittig

Fazit: Ich finde mein Geigen-Shirt wundervoll! Die Investition in die teuren Knöpfe hat sich gelohnt. Nächstes Mal überleg ich nicht so lange!

Große Liebe auch für die schöne Saumform!

Stoff: Baumwolljersey
Schnitt: Vogue V9227, Gr. 40
Änderungen: Kragen durch Bündchen ersetzt, Rückenteil längs und quer geteilt, Ärmelbündchen angesetzt
Nachnähpotential: Mittel - der Schnitt gefällt mir gut, aber der hohe Stoffverbrauch durchs doppelte Vorderteil! Vermutlich probiere ich erstmal Variante B aus, die finde ich auch sehr schick.

Verlinkt bei AfterWorkSewing.

Eine schöne Zeit wünscht
Hana

Montag, 16. April 2018

#naehdirwas: Mustermix! Die Wassertasche.

Heute gibts das Ergebnis der #naehdirwas-Mustermix-Challenge zu sehen!

Nach der etwas groß geratenen Schnabelina Bag in Big mit Pinguin-Punkt-Muster (hey, auch ein Mustermix!) zeige ich jetzt meine Schnabelina Bag in Medium. Mit passendem Badetaschenmuster.

Musteroverkill? Vielleicht, aber schön.

Der Korpus der Tasche besteht aus dem Kieselstoff, die Details aus dem Wasserstoff. Wie ein kleiner See, der auf das Kieselbett am Ufer schwappt. Ein leicht unscharfes Kieselbett, aber hey!

Innen ist dann Schicht im Schacht mit Muster; man muss es ja nicht übertreiben.

Innen ist die Tasche einfarbig. Ein Wasserfutter wäre auch schön gewesen.

Ich habe wieder die Version ohne Zip-it-Teil genäht (ihr wisst schon, zuviel Futtergewurschtel).

Schlichte Seitenansicht - nur mit abgesteppter Querteilung.

Beim zweiten Mal war die Tasche sogar noch schneller genäht als beim ersten Mal - beim Lesen der Anleitung dachte ich zunächst, dass es ewig dauert, aber eigentlich war es wirklich schnell gemacht. Gut, ich nähe auch nicht erst seit gestern und habe auch schon diverse Taschen genäht, das spielt sicher auch eine Rolle.

Auch hier mit runder Tasche!

Die Stoffkombi ist schon reizvoll. Ich bin allerdings etwas unsicher, ob der Wasserstoff mir nicht auf schlichtem Untergrund besser gefallen hätte, da wäre er vielleicht besser zur Geltung gekommen.
Zufrieden bin ich trotzdem - der Kieselstoff ist schön fest und passt farblich auch gut.

Jetzt kann ich aber wirklich keine Paspeln und kein Volumenvlies mehr sehen.

Schnittmuster: Schnabelina Bag, Größe Medium, Version ohne Zip-it-Teil.
Material: fester Dekostoff mit Kieselprint, dünner Dekostoff mit Wasserprint
Änderungen: zusätzliche Handgriffe
Verlinkt bei #naehdirwas.

Lg
Nria

Sonntag, 15. April 2018

7 Sachen 15/2018

Immer wieder sonntags. 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.
 

Bunte Schnipsel zusammengenäht. Das Ergebnis ist toll geworden!


Endlich das Stoffschätzchen zugeschnitten. Ich weiß nicht, wie lange der Jersey schon hier liegt, aber weil ich ihn in der Stoffstatistik nicht finden konnte, müssen es mehr als 2 Jahre sein (oder ich habe vergessen, den Stoff aufzuschreiben ...).


Neue Schnittübersichten für die Mappe kopiert. Manche Zeitschriften haben da schon ... etwas länger drauf gewartet.


Gelesen. Das Buch ist genauso toll wie die Serie! Kann nicht aufhören!


Einen Rocksaum gesteckt. Leider noch etwas zu lang (der Rock geht bis zum Boden und ich will ja nicht drauftreten).


Nach Inspiration für neue Stickprojekte gesucht. Irgendwann wird mir etwas einfallen, das ich mit diesen fantastischen Eisbechern besticken kann ... bis dahin schaue ich sie mir begeistert im Heftchen an.


Die Kopfhörer für die Skypesitzung des Stifts im Pilgerlager (Epic Empires - Liverollenspiel) bereitgelegt.
... ok, nicht ganz: Ich brauche noch einen Adapter, bevor ich diese Kopfhörer benutzen kann. Aber die Alternative wäre ein Foto gewesen, auf dem eine Maus das Skype-Symbol anklickt - bisschen unspektakulär ;)

 Verlinkt bei Cherry's World.     

Donnerstag, 12. April 2018

Elementar - "Patchwork"-Kissen (mit Bonus-Robotern)


Bei buttinette gibt es wirklich tolle Fotoprint-Digitaldruck-Stoffe. Feine Baumwoll-Webstoffe mit Mustern wie Strickstoff, Stroh, Holzbrettern, Steinmauer - und Feuer, Wasser, Himmel. Als ich sie das erste Mal sah, wusste ich sofort, dass ich "4 Elemente"-Kissenhüllen will.

Nanu, das sind aber 5 Elemente ...?

Leider gibt es keinen Erde-Stoff mehr bei buttinette (und auch sonst nirgendwo im Internet, zumindest nicht auf Deutsch oder Englisch ergoogelbar). Es gab mal welchen, aber er war nur noch in der Kategorie-Übersicht als Startbild sichtbar. Schade!

Zu den verfügbaren "Elemente"-Stoffen habe ich einen Stoff in Rindenoptik mitbestellt, aber das Blau-Orange-Braun war mir zu eintönig. Konsequenterweise wurden die Stoffe in die Ecke befördert, zwischendurch als praktische Deko für unsere Himmel und Hölle-Mottoparty benutzt und ein kleines Stück Flammenstoff habe ich beim Elemente-Swap benutzt. Als ich Ende des letzten Jahres dann nochmal bei buttinette bestellt habe, habe ich doch noch ein Stück Gras-Stoff dazugekauft. Und es konnte losgehen!

Zuerst musste aufgeteilt werden. Für das erste Kissen habe ich die Elemente "ineinandergestrudelt" - ein richtiger Strudel (nur in eine Richtung gebogene Linien) wäre mir im Nachhinein noch lieber gewesen, aber da hatte ich schon genäht. Alternativ zur jetzigen Aufteilung habe ich noch eine Version aufgemalt, in der jedes Element seine eigene Ecke hat und die Teilungsnähte in der Mitte der geraden Kanten endet.
Ich habe verschiedene geschwungene Linien ausprobiert, dann bis zur Mitte eingeschnitten und durch Drehen die Kante auf die angrenzende Seitenkante verschoben und abgemalt, sodass ich ein komplettes Feld bekam. Das wurde noch mit Passzeichen versehen, damit man die Bögen gut aneinandernähen kann. Hat ganz gut funktioniert; ich habe erst jeweils zwei nebeneinanderliegende Teile zusammengenäht und dann diese beiden Teile vereinigt - die Spitzen treffen sich perfekt in der Mitte :)

Ein Elementestrudel!

Für das zweite Kissen habe ich schlicht die Vorderseite in Streifen eingeteilt. Für dieses Kissen habe ich auch den Rindenstoff dazugenommen; im ersten Kissen fehlte mir der ein bisschen, aber ein viereckiges Kissen fünfteln ist schwierig ...(aber im Nachhinein wäre es durchaus reizvoll gewesen)
Im Zusammennähen lag dann wirklich keine große Herausforderung. Für die Anordnung (und die Entscheidung, welche Motive doppelt vorkommen sollen) habe ich länger gebraucht.

Einfacher gehts nicht!

Bei der Rückseite habe ich es mir einfach gemacht und zwei vorhandene Kissenhüllen geschlachtet:

Roboter in alle Richtungen!

Diese Hüllen habe ich vor ca. 7-8 Jahren genäht; einfach das Fat Quarter mit Steampunkmotiv (von Spoonflower) auf ein schwarzes Stoffquadrat appliziert und die Kanten unter Samtband versteckt. Mittlerweile rutschte der Stoff teilweise aus dem Samtband heraus und der Motivstoff ist auch schon etwas ausgewaschen, daher wurde es Zeit, diese Kissen zu ersetzen. Außerdem habe ich mich inzwischen etwas dran leidgesehen.

Zum Abschied ist hier nochmal das Motiv von Nahem:

Tschüs, kleine Roboter!

Ich habe die Rückseiten abgetrennt (nervig, die Kanten waren bereits versäubert), gebügelt und an die Elemente-Vorderseiten genäht. Dauerte vermutlich länger, als einfach neue Rückseiten zu nähen, aber wozu gute Reißverschlüsse verschwenden?

Tschüs, Roboter, hallo Elemente!

Allerdings ... jetzt gefallen sie mir nicht so richtig. In meinem Kopf sah das Ganze irgendwie schöner aus. Irgendetwas stört mich und ich weiß nicht, was. Aber mal sehen - vielleicht gewöhnen wir uns ja aneinander.

Verlinkt bei RundumsWeib.

Lg
Nria

Mittwoch, 11. April 2018

Blogsale (Stoff- und Schnittmusterflohmarkt)

Wir haben aussortiert - wenn ihr Interesse an Stoffen, Schnittmustern, Larp-Kram oder Kleidung in 38/40 habt, schaut doch mal hier vorbei:

Stoffe (Jerseys, Webstoffe, kleinere Mengen Baumwoll- und Seidensamt, wattierte Stoffe und Spitze)
Schnittmuster (McCall's, burda, Simplicity, Knipmode und ein Konvolut Vintage-Schnitte)
Larp-Sachen (Knüppel, Kleidung, Schmuck)
Kleidung (Oberteile und Chiffonkleid, Größen 38-40)
Nagellacke (davon diverse gratis)

Wenn ihr etwas möchtet, meldet euch gern unter diejanneks (@) gmx (punkt) de

Eine schöne Zeit wünschen
Hana und Nria

Dienstag, 10. April 2018

Favorit des Monats März - Jacke Yasmijn aus der FS 02/2018

Ich liebe ja Sweatjacken - und in der Februarausgabe der Fashion Style hat mich sofort eine angesprochen, die ein bisschen Abwechslung zu meinen vorhandenen versprach: Modell 25, die Jacke Yasmijn mit einer raffinierten Abnäherlösung und ausgeformtem Kragen.

Ehrlich, ich habe ganz viele Abnäher genäht! Man sieht aber nix.

In der Zeitschrift wird sie aus festem Jersey genäht und gefüttert; ich habe mich für Sommersweat mit Denim-Druck (von dresowka) entschieden und das Futter weggelassen.
Die Stoff-Optik gefällt mir sehr. Der Schnitt ist aber ein bisschen daran verschwendet - zumindest auf den Fotos gehen durch den wilden Druck die Abnäher nämlich vollkommen unter, aber ich schwöre, sie sind da ...

Hier sieht man die Abnäher. Jeweils zwei sind miteinander verbunden - sieht kompliziert aus, ist es aber gar nicht!

Das Nähen der Abnäher ging erstaunlich schnell, die sehen schwieriger aus, als sie sind. Aber das Abpausen, Ausschneiden des Schnitts und Übertragen der Abnäher auf den Stoff dauert ein bisschen - und man muss sich gut überlegen, wie man die Abnäher im Schnitt auf- oder ausschneidet, um nicht plötzlich ein zweiteiliges Vorderteil zu haben, weil der Abnäher bis zur Unterkante des Schnitts reicht ...
Der Vorteil der Doppelabnäher ist: Man kann beim Quer-Abnäher auf die Mühe verzichten, die Spitze flach auslaufen zu lassen. Die verschwindet nämlich sowieso im Längs-Abnäher. Praktisch!

Offen fällt sie eher locker.

Nach Begeisterung folgte etwas Ernüchterung (aber an der war ich selbst schuld, das lag nicht am Schnitt): Die Jacke war zwar superfix genäht, aber als ich fast fertig war, konnte ich die Probleme nicht mehr ignorieren.
Zunächst mal waren die Schulter etwa 3 cm pro Seite zu breit. Ich hätte es mir ja denken können - Faulheit beim Anpassen lohnt sich nie! Mit ein bisschen Pfusch (eigentlich verändert man das Armloch ja nicht beim Schulternverschmälern) war das immerhin schnell korrigiert.

Die Abnäher machen eine recht schöne Passform.

Beim Kragen war es noch ärgerlicher: Er ist relativ kurz und es ist schwierig, die ganze vordere Ausschnittkante genug einzuhalten - deshalb reichte der Kragen bei mir nicht bis zur Mitte. Sieht bei manchen Modellen sicher gut aus, bei diesem hier aber nicht. Vielleicht hätte ichs dennoch so gelassen, aber meine Vlieseline war zu fest (ja, ich war doof und habe die oberste aus dem Vlieselinekarton genommen, weil die FS sich mit konkreten Angaben vornehm zurückhält. Und das war die H250. Das kann nicht klappen!). Nicht nur unschön, sondern auch unbequem, wenn der Kragen zu steif ist.

Passt doch super zur Jeans!
 
Ich liebe es, großflächig wieder aufzutrennen, wenn schon nur noch die Ärmelsäume fehlen ... aber was will man machen! Ich trenne lieber und mach's nochmal ordentlich, als das Teil hinterher wegen Mängeln nicht zu tragen. Und tatsächlich ärgere ich mich zwar immer während des Trennens, habs aber noch nie bereut und mich hinterher immer über die schönere Optik gefreut.

Hinten sitzt die Jacke eher locker, trotz Abnähern.

Die Abnäher gehen ein bisschen unter in dem gemusterten Stoff, aber die Passform gefällt mir. Und ich mag einfach den Stoff - so eine bequeme "Jeansjacke" hatte ich noch nie!

Ohne aufhellenden Blitz - eigentlich ist die Jacke eher dunkel.

Schnitt: Jerseyjacke Yasmijn, Modell 25 aus der Fashion Style 02/2018, Gr. 38
Material: Sommersweat mit Jeansmuster von dresowka.pl 
Änderungen: Schultern verschmälert, Futter weggelassen 
Nachnähpotential: Mal gucken. Wenn, dann eher aus unifarbenem Stoff ...

Verlinkt bei Handmade on Tuesday, DienstagsDinge und Creadienstag.

Lg
Nria

Sonntag, 8. April 2018

7 Sachen 14/2018

Immer wieder sonntags. 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Ein Shirt genäht.


Große Mengen Fett, Zucker und Schokolade vermischt.


Papiermöbel ausgeschnitten.


Pen&Paper gespielt und mit der manuellen Fokuseinstellung der Kamera rumgespielt.


Die Mischung aus Fett, Zucker und Schokolade (aka Nutella-Fudge-Brownies) in Würfel geschnitten. Kleine Würfel - große davon kann man nicht essen ...


Papiermöbel gefaltet und geklebt.


Den Inhalt zweier alter Tauschpakete aussortiert - der Karton links kommt weg (bzw. Inhalt wird verschenkt), der Karton rechts wird ins neue Tauschpaket einsortiert.

 Verlinkt bei Cherry's World.      

Freitag, 6. April 2018

Was vom März übrig blieb

Für Nria war der März eindeutig ein Schnabelinamonat! Außerdem durfte sie ein Eulchen streicheln auf dem Mittelaltermarkt. Ansonsten haben wir Pen&Paper gespielt, uns nochmal über ein bisschen Schnee gefreut und finden, es wird langsam auch mal wieder Zeit für ein Larp ...

Achim Häfner mit seinen Eulen - hier sitzt eine Schleiereule auf einem Uhu. Letzterer betrachtet erstere normalerweise als Beutetier ... wenn der Falkner mal in eurer Nähe ist, geht unbedingt hin!

Link-Tipps im März:
Fredi hat auf Seemannsgarn-handmade ziemlich ausführlich und aufwändig Rucksack-Schnittmuster verglichen.
Sandra zeigt auf Zwo:ste frühlingshafte (Oster-)Körbchen aus Zweigen und einer Baumscheibe.
Ulrike hat uns auf Ulrikes Smaating mit gleich drei Projekten richtig begeistert: Dem HUTensilo, dem Zauberstabholster und dem Hobbit-Stickrahmenetui!
Für Perfektionisten hat Julia auf Sewing Galaxy eine Anleitung für einen Kragensteg mit präzise passenden Ecken verfasst.
Jenny von Rock'n Roll Nähmaschine hat sich den wohl coolsten Tischler-Rucksack der Welt genäht.
Für Hohlkreuzanpassungen haben wir bisher immer eine Naht eingebaut - Melanie erklärt auf The flying Needle, wie man eine nahtlose Hohlkreuzanpassung konstruiert!

Für uns selbst genäht im März:
Ärmel fürs Branle-Kleid
Roter burda-Maxirock (UfO vom Februar 2017)
Schnabelina Bag in Big mit Pinguinen
Schnabelina Bag in Medium mit Wasserprint
Jeans-Sweatjacke aus der FS
Ein neuer Larp-Schleier

Für andere genäht im März:
Geburtstagsgeschenk für Hanas Liebsten
Gugel-Cappa-Zwischending, ebenfalls für den Liebsten
8 Osterkörbchen

Angefangene Projekte:
Lander Pants
Raglanshirt mit Ananas aus der Ottobre
Jenna Cardi in Grau
Wollblazer "New Season" aus der Ottobre
Maxi-Kleid aus grauem Blätterjersey
Schiffchen-Jersey-Elise
weißer Cordrock "Abenteuerlust"

Probe-Pusten auf der neuen Okarina!

Neue Schnittmuster, Anleitungshefte und Bücher:
Retro-Bluse "Irene" von Rosie and me
Fashion Style 02/2018
Ottobre Family 07/2017 (mit Männerschnittmustern für die Herren der Familie!)
Ottobre Woman 05/2015
"Finas Pullover" von Finas Ideen
Rock "Abenteuerlust" von Lotte&Ludwig

Stoff gekauft: Nria 4,8 m; Hana 7,5 m
Nria: 1,5 m Häkchen-Double Gauze, 0,8 m nachtblauer Musselin, 1 m Blumenwiesen-Jersey, 1,5 m Denim-Jersey
Hana: 2 m schwarzer Jersey, 0,5 m grünmelierter Sweat, 3 m Flamingo-Futter, 2 m schwarze Struktur-BW
Stoff vernäht: Nria 9,3 m; Hana 3,6 m
Nria: 1,35 m blauer Köper, 1 m Pinguin-Punkte-Popeline, 0,3 m rotschwarze Wolle, 0,3 m weißes Leinen, 1,5 m beiger Streifenstoff, 0,8 m Schiffchenjersey (vernäht von Hana), 0,3 m blauer Unijersey (vernäht von Hana), 0,8 m mittelblaue Popeline, 0,8 m "Jeans"-Sweat, 0,6 m French Terry anthrazit, 0,3 m schwarzer Jersey, 1,25 m beflockter Wollstoff
Hana: 1,7 m grauer Blätterjersey, 0,6 m Köper mit Kiesel-Print (vernäht von Nria), 0,5 m Ananas-Jersey (vernäht von Nria), 0,8 m weißer Cord (vernäht von Nria)
Knöpfe vernäht: 6

Wir freuen uns im April auf: 

Den jährlichen Oster-Brunch mit Freunden (okay, beim Veröffentlichen dieses Posts ist der schon rum), zweimal Pen&Paper und viele Geburtstage!

Donnerstag, 5. April 2018

[Fünf Fragen am Fünften] April-Edition

Luzia Pimpinella stellt dieses Jahr jeden Monat fünf Fragen.


1. Mit welchen berühmten Persönlichkeiten würdest du gerne mal eine wilde Party feiern?
Hana: Prominente interessieren mich wenig. Aber ich hätte Lust, mal zusammen mit Guido Maria Kretschmer Kleidung zu entwerfen, der wirkt immer so nett.
Nria: Ich habs echt nicht mit Prominenten. Aber wenn ich mich für irgendwen entscheiden muss, nehme ich George R.R. Martin. Mit dem kann man sich sicher gut über die Science Fiction der 70er und 80er Jahre unterhalten :)

2. Singst du laut im Auto, wenn du allein unterwegs bist?
Hana: Ja (und nicht nur, wenn ich allein bin! Am liebsten zusammen mit Nria). Ich singe aber selten Radiolieder mit, weil ich so wenige Texte kenne - zum Texte lernen muss ich sie lesen, vom "Mithören" kann ich sie mir nicht merken.
Nria: Ja. So gut wie immer (ab und zu habe ich keine Lust und höre stattdessen Radio oder - sehr selten - bin erkältet, dann gehts nicht). Meistens übrigens Larplieder. Gelegentlich schreibe ich selbst welche und manchmal fallen sie mir beim Fahren ein.


3. Gibt es Sprüche oder Redewendungen, die ihr regelmäßig benutzt? Wenn ja, welche?
Hana: Mein Lieblingsspruch ist "Man weiß niemals, was passiert, hat man es nicht ausprobiert!". Der stand mal auf einem Happy-Hippo-Aufkleber in einem Duplo vor vielen, vielen Jahren. Reimt sich schön und passt zu so vielen Gelegenheiten!
Nria: Beim Autofahren gibts einen - den, den ich schon als Einleitung für meinen Reflektorgürtel-Beitrag benutzt habe: "Möchtest du auch besser gesehen werden?" ;)

4. Glaubst du, dass es Menschen mit einer grundsätzlich positiven oder auch grundsätzlich negativen Aura gibt?
Hana: Aura nicht, Ausstrahlung ja. Es gibt auch Menschen, mit denen ich mich nicht mehr treffe, weil sie so negativ sind und mich das runterzieht ... Positivität kann man lernen und ich finde das sehr wichtig! Selbst habe ich manchmal einen Hang zum problem- statt lösungsorientierten Denken und gebe mir große Mühe, da an mir zu arbeiten.
Nria: Ich glaube nicht an Esoterik und dementsprechend auch nicht an Auren. Aber klar gibt es Menschen mit einer positiven/negativen Lebenseinstellung.



5. Was machst du meistens um drei Uhr nachmittags?
Hana: Gerade aus meinem Mittagstief rauskommen und geistig wieder wach werden.
Nria: Unterschiedlich. Aber wenn irgendwie möglich: Kuchen essen :D

Und was ist euer Lieblings-Spruch?

Hier gibts die Antworten der anderen Teilnehmer!

Eine schöne Zeit wünschen
Hana und Nria

Mittwoch, 4. April 2018

Der allerbeste Burdaschnitt - asymmetrisches Dinokleid

Schon in der Vorschau habe mich in diesen Schnitt verliebt: Er hat eine schräge Teilungsnaht, eine Taillennaht mit ausgestelltem Rock, Brustabnäher und einen kleinen Kragen mit Reißverschluss vorne. Wie für mich gemacht!
Am Erstverkaufstag bin ich sofort in den Laden gestürmt und habe mir die Burda-Ausgabe besorgt. Es handelt sich übrigens um das Kleid 118 aus der Burda Style 11/2017.

Neues Lieblingskleid!

Ein besonderer Schnitt verlangt nach einem besonderen Stoff. Ich habe schnell den Jersey mit schurkischen Dinosauriern dafür auserkoren, den ich auf dem Stoffmarkt in Rheda gekauft hatte (übrigens: Bis auf den Ankerstoff habe ich inzwischen alle meine Stoffe vom Juli verarbeitet). Als Kombistoff finde ich ihn viel "erwachsenentauglicher" als vollflächig.
Nach einem passenden Stoff habe ich eine Weile gesucht und mich schließlich für einen sehr dünnen, aber angerauten anthrazitfarbenen Sweat entschieden. Eigentlich kombiniere ich ungern unterschiedliche Stoffqualitäten, aber der Sweat war so schön flauschig ... Immerhin hat man bei dem Dinosaurierstoff viele Farbtöne zur Auswahl, die man kombinieren kann - im Muster kommen ja so einige vor, die alle passen.

Im Original ist das Kleid aus festem Stoff - und der Reißverschluss ragt über die schräge Teilungsnaht heraus.

Nach dem Zuschnitt lag der Stoff so einige Wochen lang herum, weil erstens recht viel Formband und Vlieseline aufgebügelt wird und ich dafür zu faul war und ich zweitens die Verarbeitung des Reißverschlusses samt Belegen nicht sofort verstanden habe.

Mein Reißverschluss verschwindet dagegen in der Teilungsnaht.

Weil aber das neue Jahr mit einer viel zu langen neuen Ufo- und Projektpläne-Liste begann, habe ich mich Anfang Januar mal drangesetzt, die Altlasten des letzten Jahres abzuarbeiten. Und siehe da, so kompliziert war es gar nicht! Ein Tipp: Auch wenn ihr - wie ich - normalerweise drauf verzichtet, solltet ihr bei diesem Kleid bei den Schnittteilen fürs Oberteil (inkl. Besätzen und Kragen) die Nahtzahlen auf die Schnittteile übertragen (bzw. später auf die Vlieseline, wenn sie aufgebügelt ist, sonst sieht man die Zahlen ja nicht mehr ;)) oder die Papier-Schnittteile bereithalten, um nachzuschauen. Die sind wirklich hilfreich, um zu sehen, was wohin gehört.

Ich liebe Rückenpassen!


Ich habe mich dafür entschieden, den Reißverschluss kürzer zu halten als vorgesehen und dessen Ende nicht in einem Schlitz im unteren Vorderteil enden zu lassen, sondern den Reißverschluss zwischen das rechte und linke obere Vorderteil zu setzen und das Ende einfach in der schrägen Teilungsnaht mitzunähen.

Und flauschig ist das Ganze auch noch.

Wenn noch jemand auf der Leitung steht - das Ganze funktioniert so:
1. Wenn man einen längeren RV mit Schlitz im unteren Vorderteil will, wird dort erst ein Besatz angenäht - ich habe das nicht gemacht, sondern das untere RV-Ende faul in der Teilungsnaht mitgefasst ;)
2. Die Schulternähte werden geschlossen und nur die untere Kante des Kragens an den Halsausschnitt genäht.
3. Die Besätze werden mit der kurzen Kante rechts auf rechts an die noch offene Kragenkante genäht. Die lange, gerade Kante der Besätze bildet dabei eine durchgehende Linie mit den kurzen Kanten des Kragens und den Innenkanten der Vorderteile (die vordere Mitte), an die gleich der Reißverschluss genäht wird. Die Nahtzahlen helfen hier :)
4. Die oberen Vorderteile werden ans untere Vorderteil genäht. Weil ich im unteren Vorderteil keinen Schlitz gemacht habe, habe ich die Naht von der vorderen Mitte aus gesehen erstmal noch ein Stück offen gelassen.
5. Entlang der genannten durchgehenden Linie wird die Nahtzugabe nach innen geklappt und gebügelt. Am besten klappt man auch gleich den Kragen entlang der Mittellinie zusammen und bügelt ihn.
6. Wenn man das Vorderteil jetzt ausgebreitet auf den Tisch legt, kann man den Reißverschluss einfach unter den Schlitz schieben (die Kanten der Vorderteile sind ja nach innen geklappt und bilden bereits einen reißverschlussförmigen Hohlraum, in den er sich nur noch einfügen muss). Der Kragen wird entlang der Längs-Mittellinie nach unten geklappt ( die ist optimalerweise bereits gebügelt) und weil die Besätze an ihm angenäht sind, legen sie sich wie von selbst unter den Reißverschluss und fassen ihn unten ein. Man muss das Ganze nur noch feststecken und nähen.

So sieht das Ganze von innen aus, wenn man den RV in der Naht mitfasst - oben sind die Belege am Kragen angenäht.

Nachdem ich das Ganze so lange vor mir hergeschoben hatte, flutschte es dann doch ziemlich. Der Rest - Abnäher, Seitennähte, Rockteil, Ärmel - ging dann wie von selbst.
Der Reißverschluss samt Besätzen hat erstaunlich gut funktioniert; ärgerlich ist nur, dass sich beim Nähen der Jersey verzogen hat (obwohl ich Nahtband auf die Kanten gebügelt habe) und sich deshalb unten am Reißverschlussende etwas kräuselt, dabei habe ich extra langsam genäht und öfter das Füßchen gehoben. Beim nächsten Mal würde ich ein breites Stück entlang der vorderen Mitte mit der elastischen Vlieseline verstärken. Dann kann der Stoff nicht mehr flüchten.

Hier erkennt man die Dinosaurier ein bisschen besser. Sind sie nicht schurkisch? Der T-Rex trägt ein Geldsäckchen in seinen Ärmchen ...


Diese Ausschnittform gefällt mir aber wirklich gut, besonders in Kombination mit der schrägen Teilungsnaht. Und die Stoffkombi mag ich auch.
Leider ist die Passform nicht so super, weil ich keine Lust hatte, die üblichen Abnäher ins Armloch einzufügen (ich muss mir wirklich mal einen Grundschnitt machen ...) und das Kleid einfach nach Anleitung fertiggenäht habe.

Großes Dinosaurierglück. Okay, ein bisschen unscharf. In manchen Fotosessions ist der Wurm drin.

Trotzdem bin ich sehr glücklich damit. Es ist teilweise flauschig, teilweise verwegen (diese Dinosaurier haben es mir einfach angetan!) und definitiv ein Unikat ;)

Und noch ein Bonus-Foto!

Schnitt: Kleid 118 aus der Burda Style 11/2017, Gr. 38
Material: bedruckter Singlejersey und sehr dünner angerauter Sweat
Änderungen: Kürzeren RV verwendet und unten in der schrägen Teilungsnaht mitgefasst (vorgesehen war: Schlitz schneiden und verstürzen, RV dahinternähen)
Nachnähpotential: Liebe das Kleid, plane in Serie zu gehen - der Oberteilschnitt eignet sich sicher auch gut für T-Shirts! (Und Hana streckt auch schon die gierigen kleinen Fingerchen danach aus ...)
Verlinkt beim MeMadeMittwoch und AfterWorkSewing.

Lg
Nria