Dienstag, 28. März 2017

Miniaturgebastel: Turianerin

Vor ca. 3,5 Jahren hat Hana schonmal kleine Tabletop-Figuren fürs Mass Effect-P&P aus Plastiksoldaten gebastelt. Jetzt ziehe ich nach - und ich habe aufgerüstet!

Mein Charakter ist Turianerin. Das sagt vielen vermutlich nix, also gibts hier ein paar Bilderlinks zum Vergleich:
Turianerin im Superheldenmodus im nächtlichen Regen
Turianerin stylisch an die Wand gelehnt
Turianerin als Concept Art - hier erkennt man die Figur vermutlich am besten!

Turianer sind Aliens. Deshalb konnte ich keine fertige Miniatur einer Frau in SciFi-Rüstung nehmen, sondern musste mal wieder selbst ran. Und was war wieder mit dabei? SuperFluffy!

Gleich mal ein Vorher-Nachher-Vergleich:

Mit ein bisschen Superfluffy, Cutter und Farbe das Genre gewechselt!


Aber zuerst habe ich die Grundform ausgearbeitet: Mit einem simplen Obstmesser habe ich die Taille deutlich schmaler gemacht, einiges vom Rucksack abgeschnitten und die Fersen abgesäbelt (und kam mir dabei ein klein wenig schlecht vor), denn Turianer sind Zehengänger. Außerdem kam vorn in die Schuhe noch ein kleiner Schlitz, denn sie haben nur 2 Zehen (und 3 Finger, kommen also mit dem Dezimalsystem so gerade eben hin!).

Links vorher - rechts nachher.

Dann habe ich SuperFluffy (eine Modelliermasse von Rico) wieder aus dem Schrank gekramt. Allerdings ist es immer noch das gleiche SuperFluffy wie vor über 3 Jahren, und es ist inzwischen mehr ein Gummiklumpen ... zum Glück ließen sich noch Streifchen abziehen, plattdrücken und mit der Schere zurechtschneiden. Das hat ganz gut geklappt, aber das Festkleben war mühsam, der Flüssigklebstoff trocknet einfach zu langsam und so winzige Teile lassen sich schlecht festhalten. Mithilfe einer Pinzette war es dann machbar und auf diese Weise habe ich ein Röckchen (das kleinste Kleidungsstück, das ich jemals gemacht habe!), den Rückenpanzer und die Armschienen mit Glasröhrchen (da ist Gift drin - der Charakter hat nämlich so coole Wolverine-Klauen, aber in advanced!) modelliert und angebracht.

Alles so schön dreidimensional hier! Und der Rock etwas arg kurz ...

Dann ging es ans Anmalen!
Und dafür erstmal in einen Modellbauladen, denn mit Pinselgröße 0 (die kleinste, die der Bastelladen hatte) kommt man hier nicht weit. Die großen Flächen funktionieren damit noch ganz gut, aber für kleine Flächen sollte der Pinsel wirklich spitz sein.

Vor einer Weile habe ich mal ein billiges Acrylfarbenset mit kleinen Tübchen gekauft, das mir immer noch gute Dienste leistet (und hier braucht man ja nicht viel). Fürs Mischen nehme ich mir eine alte Pappe; in Zukunft werde ich mir aber eine Nasspalette basteln. Scheint nicht schwierig zu sein und ich habe schon gemerkt, dass mir die angemischten Farben ziemlich fix weggetrocknet sind ...

Zur Inspiration habe ich mir einen Haufen Tutorials und Videos angeschaut. Da gibt es wirklich Unmengen - für die eine Figur hier habe ich mich aber auf die absoluten Basics beschränkt. Ein paar Farben gemischt, hier und da ein bisschen herumschattiert, mehr nicht. Die Technik mit Washes (dünnflüssige, aber gut pigmentierte Farben, die fast automatisch Schattierungen erzeugen) klingt verlockend, aber extra eine neue Farbe zu kaufen wäre etwas übertrieben.

Ich wusste zuerst nicht, wie ich eine schöne leuchtende Farbe für die Giftfläschchen hinkriegen sollte, bevor mir auffiel: Auf weißer Modelliermasse kann man einfach mit Filzstift malen, und ich hatte noch eine Packung mit Filzstiften rumliegen, in der auch ein schönes knalliges Hellgrün enthalten war. Super! Leider malte der Stift auf den Stellen mit Kleberesten nicht (bei so winzigen Teilen ist das Zielen schwierig), aber eine dünne Schicht weiße Acrylfarbe über dem Kleber hat dem abgeholfen. Ich habe noch ein Tröpfchen Nagellack-Topcoat draufgegeben, damit eine transparente dicke Schicht drüberliegt, wie Glas.

Figürchen im Einsatz!


Die Rüstung habe ich rot bemalt, den Rest in Braun- und Dunkelrottönen, Metallteile in Silber. Die Gesichtsmarkierungen waren schwierig; mein feiner Pinsel hätte das zwar hingekriegt, aber meine Hand ist nicht ruhig genug ... na ja, soo genau guckt da ja keiner hin!

Ich schiebe mein Figürchen jetzt jedenfalls begeistert hin und her!

Verlinkt beim Creadienstag und Handmade on Tuesday.

Lg
Nria 

Sonntag, 26. März 2017

7 Sachen 13/2017

Immer wieder sonntags ... 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Die Eisenhüte wieder an ihren Platz gestellt. Wir waren schon wieder auf einem Con - aber diesmal nicht selbst organisiert :)


Ein Kleid zugeschnitten. Die Stoffe von dresowka.pl sind überbreit, 1,80 m - das spart Stoff, macht aber den Zuschnitt schwieriger. Meine freie Bodenfläche ist nicht breit genug ...
Und bei diesen amerikanischen Schnitten muss man höllisch aufpassen, um nicht noch zusätzlich Nahtzugabe dranzuschneiden, die ist ja schon integriert!


Mal wieder die Griffwicklung meiner Axt repariert. Weiß der Himmel, warum das immer aufgeht, da ist gar kein Zug auf der Naht ...


Gelesen. Abwechselnd, weil ich mich nicht entscheiden konnte, was ich am liebsten lesen wollte!


Eine seltsame Begebenheit an der Treppe zur Wohnung fotografiert.


Stilistisch passend zum Fantasy-Larp den Con-Dreck abgewaschen.


Nägel frisch bemalt. Da freu ich mich immer drauf nach nem Con! Diesmal frühlingshaft-pastellig. Muster drauf gibts dann morgen, passende Farben sind schon rausgesucht.

Eine Übersicht aller 7-Sachen-Beiträge findet ihr bei Grinsestern

Freitag, 24. März 2017

[Anleitung] Haube mit Hirn (FX/Hirn-Wundattrappe)

Wer mit fiesen Wundattrappen nichts anfangen kann, für den ist der heutige Post vermutlich nichts - dem rate ich, beim nächsten Mal wiederzukommen, wenn's wieder was Netteres gibt.
Wer kleine blutige Scheußlichkeiten fürs Liverollenspiel oder Halloween immer nützlich findet, der sollte dranbleiben!

Liebe Kinder, das ist alles nur Ketchup! Foto von Ralf Hüls, kamerakata.de

Hier klicken zum Weiterlesen!

Mittwoch, 22. März 2017

Issy? Isso! - petrolfarbenes Sweatkleid mit schräger Passe

Vor nicht allzu langer Zeit erspähte ich einen Sommersweat von lillestoff mit echt "schrägem" Muster. Eine Art Karo oder so - schwierig, das zu beschreiben, aber dafür gibts ja Fotos! Nachdem ich auch tolle Modelle daraus in Blogs sah (lynaeds Missy-Kleid ist ein Traum!), musste ich den Stoff einfach haben.
(er wird übrigens bei lillestoff als "Jacquard" verkauft - das ist Blödsinn. Jacquard ist ein Stoff mit eingewebtem Muster, aber dieser Stoff ist lediglich bedruckt!)

Ich liebe die klaren Linien an diesem Kleid!

Nach dem Kauf lag der Stoff erstmal ein bisschen rum. Ich hätte ja zu gerne lynaeds Kleid gehabt, aber 1:1 Kopieren ist erstens doof und zweitens geht das gar nicht, wenn man weder den Schnitt noch die anderen Materialien hat ...
Also habe ich meine Schnittmuster durchgesehen und in meinem Ebook-Ordner fand ich Issy von FeeFee - ein schlichter Schnitt mit einem kleinen Extra, die Schulterpartie ist gedoppelt und diese "Passe" ist schräg geschnitten und nur an den Schulter- und Seitennähten mit dem Vorderteil verbunden, der Saum der Passe fällt lose.

Der Haken: Eigentlich wollte ich ein engeres Kleid, Issy deuchte mir verdächtig schlabberig. Aber mehr dazu später.

Hinten ist's schlichter.

Erstmal brauchte ich einen Kombistoff. Da kam mir zupass, dass Hana gerne mal ihre Stoffe einfach irgendwo ablegt. Zum Beispiel auf meine Stoffe obendrauf. Aktuell lag da ein petrolfarbener Romanitjersey auf meinen Rautenstoff gestapelt (von der Bestellung übriggeblieben, aus der auch der Stoff für die Star Trek-Uniformkleider stammte, der zu spät ankam und dann in andere Kleider verwandelt wurde) - ich glaube, sie hatte zwei Farben zur Auswahl bestellt.
Jedenfalls sah der Jersey echt gut aus auf dem gemusterten Sommersweat - da Hana verkündet hatte, aus ihm ein Shirt nähen zu wollen (dafür braucht man ja nicht so viel Stoff), schnitt ich mir schnell eine Passe, ein Bündchen und einen Ärmel aus dem Romanit zu.

Die Passe wird erst gesäumt und dann einfach mit den Seiten-, Schulter- und Ärmelnähten mitgefasst, soweit war's kein Problem. Dann kam aber die Anprobe, noch ohne Ärmel, und die ergab: Das Teil ist mindestens eine, wenn nicht zwei Größen zu groß.

Die Passe hat sogar ihren eigenen Abnäher!


Weil ich keine Lust auf umfassende Änderungen hatte, habe ich die Seiten noch um eine Größe verkleinert und mich mit einem legeren Sitz angefreundet. Abnäher musste ich wie immer hinzufügen (warum verwende ich überhaupt noch Schnittmuster ohne Abnäher? Es ist ein Rätsel ...) - weil man bei einer großen Cupgröße aber viel Abnäherinhalt hat, habe ich anschließend das Armloch noch etwas nach unten vergrößert, weil ich sonst keine Chance gehabt hätte, den Ärmel da reinzukriegen. Den kann man ja auch nicht unbegrenzt enger machen.

Das Einsetzen funktionierte dann recht gut - nur bei der Passe muss man aufpassen, dass sie auf der richtigen Seite liegt. Am besten ist es, sie großzügig auf dem Vorderteil festzuheften oder mit Stecknadeln zu befestigen.
Ich habe das erst nicht gemacht und dann musste ich trennen, weil die Passe am Ärmel auf der falschen Ärmellochseite angenäht war ...

Auf der anderen Seite endet die Passe in der Ärmelnaht.


Die Säume habe ich wie so oft überall unterschiedlich gemacht: Den Rocksaum breit umgeschlagen, die Ärmel mit einem Jerseystreifen verstürzt, am Halsausschnitt ein Bündchen. Das war ein kleines Drama: Zunächst warf die Passe eine hartnäckige Falte. Ich argwöhnte: Bündchen zu kurz.

Die Falte des Anstoßes!


Also abgetrennt und neu gemacht, sowas ärgert mich doch zu sehr, um es einfach so zu lassen.
Ich habe ein längeres Bündchen angenäht und festgestellt: Immer noch eine Falte. Dazu jetzt mit abstehendem Bündchen. Mist!

Das Ganze habe ich nochmal abgetrennt, glatt auf den Tisch gelegt (hatte nämlich inzwischen einen neuen Verdacht) und gesehen, wo der Hase im Pfeffer lag: Der Ausschnitt der Passe war kleiner als der des Kleides, sodass sich der Stoff der Passe staute und diese Falte entstand. Lag also gar nicht an einem zu kurzen Bündchen!

Beim dritten Versuch (nachdem ich den Ausschnitt der Passe angepasst hatte) ist die obere Stofflage weggeflutscht ... also nochmal aufgetrennt, die Stofflagen aufeinandergenäht und das Bündchen ein viertes Mal angenäht, und dann passte es endlich!

So hübsch und bequem!

Und jetzt bin ich auch wirklich zufrieden :)

Schnitt: Issy von FeeFee
Stoff: "Raute petrol" von Lillestoff, petrolfarbener Romanitjersey
Änderungen: Abnäher hinzugefügt und Armausschnitt angepasst, von der Brust abwärts eigener Schnitt
Verlinkt beim MeMadeMittwoch und AfterWorkSewing.

Lg
Nria

Sonntag, 19. März 2017

7 Sachen mit selbstveranstaltetem Larp 12/2017

Immer wieder sonntags ... 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

Fangen wir FREITAG an:


Selbstgebundenes Riesenbuch in Empfang genommen. Das hat uns ein Teilnehmer geschenkt, einfach so. Wir wussten, dass er eine Überraschung für uns hat, aber damit haben wir nicht gerechnet ...


Aufgebaut. Unser Setting war ein Kloster, das allerlei Gerümpel im Keller hat. Also haben wir den Keller vollgerümpelt.

SAMSTAG:


In Schale geworfen und gespielt. Eigentlich haben wir schon Freitag Abend angefangen, aber da war's zu dunkel für Fotos.


Teilnehmer bespaßt. Diese fabelhafte elektronische Spinne (bei lauten Geräuschen lässt sie sich ein Stück runterfallen und klettert dann mit wackelnden Beinchen wieder hoch) war ein heller Quell der (Spiel-)Freude. Sie ist ja auch ausgesprochen dick und plüschig.

Springen wir zum SONNTAG:


 Die Rechnung vom Getränkehändler durchgerechnet. Irgendwas ist komisch, die Rechnung ist aber auch ausgesprochen konfus aufgeschrieben, zwischendurch korrigiert, Pfand nicht extra aufgeführt und ich steig noch nicht ganz durch ... drückt mir mal die Daumen, dass ich das Problem noch finde.


Das Paket ausgepackt, das beim Heimkommen vor der Wohnungstür stand. Schöne neue Splinten-Armschienen, extra klein und günstig 2nd-Hand erstanden. Da hat man als kleine Frau ja echt selten mal Glück!


Die Folie von der neuen Stampingschablone abgezogen (ohne Blitz konnte man die Motive nicht erkennen). Seht ihr das Motiv links unten? Pinguine! :D

Eine Übersicht aller 7-Sachen-Beiträge findet ihr bei Grinsestern

Donnerstag, 16. März 2017

[Gelesen] Andrew Solomon: Weit vom Stamm (Rezension)

Zumindest unterbewusst wünschen sich Eltern in der Regel, dass ihre Kinder ihnen ähnlich sind - als Erben ihrer Identität fungieren; das, was sie selbst sind und vertreten, in die Zukunft weitertragen, wenn sie selbst einmal nicht mehr sind. Über zehn Jahre lang ist der Autor dieses Buches der Frage nachgegangen: Was, wenn Eltern feststellen, dass die Kinder ganz anders sind als erwartet - und als erhofft?
Andrew Solomon lehrt Psychiatrie an der Cornell University und kennt sich aus damit, anders zu sein als die Eltern: Er selbst ist homosexuell. Und auch seine Eltern mussten erst lernen, mit dieser Andersartigkeit ihres Sohnes zurechtzukommen.

Bild zeigt das Buch Solomon, Weit vom Stamm, umgeben von Spielzeug
"Solomon: Weit vom Stamm" handelt von Eltern, Kindern und Identitäten
 
Das Buch behandelt nacheinander verschiedene Arten des Andersseins, dabei gibt es zunächst eine Ansammlung von Kapiteln über Behinderung und psychische Krankheit (Gehörlosigkeit, Kleinwüchsigkeit, Down-Syndrom, Autismus, Schizophrenie, mehrfache Schwerbehinderung), danach folgen Kapitel über Wunderkinder, aus einer Vergewaltigung entstandene Kinder, kriminelle Kinder und Transgender. Eingerahmt werden diese Themen von einem ersten und letzten Kapitel über die eigenen Erfahrungen des Autors.

Die einzelnen Kapitel gehen von zwei Seiten an das jeweilige Thema heran: Einerseits erklärt der Autor die Besonderheit aus wissenschaftlicher Sicht, mit Studien, bisher erforschtem Wissen über das Phänomen, andererseits hat er mit Betroffenen gesprochen und erzählt Familiengeschichten, den unterschiedlichen Umgang mit Schwierigkeiten. Er berichtet von Familien, die gut klarkommen und von Betroffenen, die gescheitert sind, von glücklichen Familien und großem Unglück.
Ich finde das Buch sowohl äußerst lehrreich als auch sehr angenehm zu lesen. Der Autor protzt nicht mit Fachbegriffen (wie es bei deutschen Wissenschaftlern leider oft üblich ist), sondern ist bemüht, dem Leser seine Erkenntnisse möglichst gut verständlich zu machen. Vor allem über Schizophrenie und Autismus habe ich unglaublich viel gelernt, aber auch über Gehörlosenkultur - und bin in mir vorher fremde Gedankenwelten vorgestoßen: Zerstört "Heilung" von Behinderungen eigene Kulturen? Inwieweit ist eine Behinderung Krankheit, inwieweit Identität?

Solomon erzählt Familiengeschichten, die Mut machen. Neben all den Problemen und Schwierigkeiten, die die Familien bewältigen müssen, wollen doch die meisten ihr Kind nicht hergeben und die gemachten Erfahrungen nicht missen.

Von mir gibt es eine dicke Empfehlung für das Buch - jeder, der Kinder hat oder mal haben möchte, sollte meiner Meinung nach dieses Buch lesen. Ebenso jeder, der sich für das Thema Andersartigkeit oder Identität interessiert - und eigentlich alle anderen auch, denn aus diesem Buch kann man so viel mitnehmen. Es regt zum Nachdenken an, bevormundet nicht, zeigt Wege auf - ich finde "Weit vom Stamm" rundum gelungen.
Autor: Andrew Solomon
Titel: Weit vom Stamm - Wenn Kinder ganz anders als ihre Eltern sind
Verlag: S.Fischer
Seiten: 1114 (ohne Anhang 840)
Original: Far from the Tree. Parents, Children, and the Search for Identity; Verlag Scribner, Simon & Schuster, New York
Erscheinungsjahr: 2012
Deutsche Übersetzung von Henning Dedekind, Antoinette Gittinger, Enrico Heinemann, Ursula Held und Ursula Pesch
Eine schöne Zeit wünscht
Hana

Dienstag, 14. März 2017

Ein Kissen mit Beinen - Flamingo zum Kuscheln

Ich habe mal wieder bei einer DIY-Wunschkette mitgemacht. Der Wunsch war ziemlich uneingegrenzt: "Etwas mit Flamingo!".

Ich mag Flamingos. Obwohl sie pink sind. Ständig auf einem Bein zu stehen und die Farbe von seinem Essen anzunehmen macht einen Vogel doch irgendwie sympathisch.

Ich habe ein Kissen gemacht, weil Flamingos zum Flauschen noch besser sind als Flamingos an sich. Und ich habe mir eingebildet, dass das Kissen Beinchen braucht.

Flamingokissen mit Beinen - falschrum

Die Beine sind mit Füllwatte gestopft und einfach in der unteren Naht des Kissens mitgefasst. Beim ersten Mal sind die ordentlich festgesteckten Beinchen beim Nähen rausgeflutscht, beim zweiten Mal habe ich sie erst einzeln festgeheftet, dann haben sie gehalten.
Aber was fällt dem geneigten Betrachter auf?

Ein Tipp:

Flamingovorlage

Genau. Das Gelenk geht beim Flamingobein nach hinten und nicht nach vorn. Also nochmal aufgetrennt und die Beinchen ein drittes Mal eingesetzt ...

Flamingokissen mit Beinen - richtigrum

So ists richtig!

Ein Tipp zu den Beinchen, falls ihr auch mal ein Flamingokissen machen möchtet: Beim angewinkelten Bein habe ich am Gelenk eine wenige Zentimeter breite Öffnung gelassen, damit ich beim unteren Beinteil nicht immer um die Ecke stopfen muss. Nachdem der Teil gefüllt war, habe ich ihn mit Matratzenstich zugenäht.

Kissenbeine - Stopf-Tipp

Der restliche Teil vom Kissen war recht simpel: Die Teile sind appliziert, nur die Pupille ist freihand aufgemalt. Applikationen sind heikel bei Gesichtsausdrücken - nur eine leichte Verschiebung eines Teils und das fertige Gesicht guckt ganz anders als gewünscht! Malen finde ich da einfacher.

Guckt nett, oder?

Der Liebste findet übrigens, dass Flamingos immer eingeschnappt gucken.
Und wie steht ihr so zu Flamingos? Und zu Kissen mit Beinen?

Verlinkt beim Creadienstag, Dienstagsdinge, HandmadeonTuesday.

Eine schöne Zeit wünscht
Hana